Psychologie der Krise: Zur Rolle von Stress, Scham und Schuld in Krisendynamiken
Neurowissenschaftlich gestützte Anregungen für ein erfolgreicheres Krisenmanagement
Dass Unternehmen überleben oder scheitern und untergehen, gehört für uns zur Normalität der Wirtschaftswelt. Die Zahlen insolventer Unternehmen steigen aktuell aber wieder erheblich. Zwei Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind: Erleben wir einen ganz normalen Prozess des Werdens und Vergehens, zu dem Krisen als Übergangszustände systemimmanent gehören? Oder sind der starke Anstieg von Insolvenzen und die fehlende Innovationskraft auch Ausdruck einer viel umfassenderen Krise, in der die Art und Weise unseres Denkens und Handelns nicht mehr zu den Anforderungen passt, unter denen diese Übergänge gestaltet werden müssten? Durch einige ausgewählte Einblicke in ein psychologisches Verständnis emotionaler Prozesse und ihre Bedeutung für ein erfolgreiches Krisenmanagement soll dieser Beitrag den Blick öffnen für das große Potenzial, das sich erschließt, wenn die emotionalen Prozesse besser verstanden und dadurch auch produktiver genutzt werden können: „Ohne emotionalen Anstoß gibt es keine Aktion.“
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2944-7143.2026.04.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2944-7143 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-07-01 |